Themenhintergrund
Der Ukraine-Krieg hält die Welt seit dem 24. Februar 2022 in Atem.
Mittlerweile ist absehbar, dass die Folgen auch für die Bundesrepublik Deutschland gravierend sein werden. Es werden sehr viele Menschen aus den Kriegsgebieten fliehen, auch nach Deutschland. Außerdem kommt eine Teuerungswelle an Kosten für Energie auf Bund, Länder, Kommunen, Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen zu. Ein Ende der Preissteigerungen ist nicht in Sicht. Getreidelieferungen aus der Ukraine, dem zweitgrößten Getreide-Exporteur der Welt, kommen schleppend oder gar nicht. Russland, größter Gaslieferant für die Bundesrepublik Deutschland, hat aufgrund der wirtschaftlichen Sanktionen den Gashahn größtenteils geschlossen. Was droht, ist nicht weniger als eine Versorgungskrise in vielen elementaren Bereichen.
Ist die Energieversorgung aufrechtzuerhalten? Und wenn ja, bleibt die Frage, ob sich die Bürger:innen die steigenden Preise leisten können. Es drohen soziale Härtefälle.
Vor diesem Hintergrund hat Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch relevante Akteur:innen aus der Hansestadt Lüneburg zu einer Stadtkonferenz am 27. August eingeladen, um sich zu vernetzen und gemeinsam auf die Bewältigung der Energiekrise in Folge des Ukraine-Kriegs einzustimmen. Der Austausch soll der Vorbereitung von möglichen Fragen, Maßnahmen und gemeinsamer Aktionen bzw. Lösungen für Problemlagen dienen.
Die klaren Ziele:
• Lüneburg auf die schwierigen Herbst- und Wintermonate vorbereiten
• Gemeinsam Fragestellungen aus unterschiedlichen Szenarien für die Stadtgesellschaft erarbeiten
• Erste Lösungsansätze für Lüneburg entwickeln
• Ein Konzept für eine sachliche, transparente Kommunikation mit den Lüneburger:innen sowie erste konkrete Informationsmaßnahmen abstimmen
• Vernetzen von Akteur:innen und Perspektiven unterschiedlicher Gesellschaftsbereiche
Für die Bewältigung der Energiekrise hat die Verwaltung im Vorfeld fünf thematische Schwerpunkte ausgemacht. Diese orientieren sich u.a. auch an Arbeitsgruppen auf Landesebene. Auch für die Stadtkonferenz sind neben Vorträgen und Präsentationen im Plenum workshop-artige Arbeitsgruppen vorgesehen, um effektiv an folgenden Themen arbeiten zu können:
• Versorgungssicherheit
• Unternehmen & Wirtschaft
• Bildung & Betreuung
• Soziale Härten
• Kommunikation
Es sind auf dieser Kontext-Map bereits erste Fragestellungen und Ideen zu Lösungen / Maßnahmen vorgedacht und aufgelistet. Beides hat zu diesem Zeitpunkt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll der weiteren Vorbereitung dienen.